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Import von weiblichen Texel – Schafen aus England  

Nach einem halben Jahr intensiver Vorbereitungen sind Mitte April 2011 die ersten weiblichen Texel aus England  in der Schweiz  angekommen. Es sind Jährlinge, die alle nach den Anforderungen des englischen EBLEX (English Beef and Lamb Export) Systems gezüchtet worden sind. Sämtliche Abstammungen,  Nachkommen, Leistungsprüfungen  Scanergebnisse über Muskel-, Fleischaufbau, Fettauflage, Tageszunamen, Ablammergebnisse und Wurmresistenten, sind im komplexen elektronischen System „Basco“ der Rasse Texel ersichtlich. Dieses elektronische Herdebuch ist für jedermann zugänglich.
Die Tiere sind mit einem speziellen Schaf Transporter in die Schweiz gekommen. Der Transport wird überwacht mit einem eingebauten GPS System, das vom Veterinäramt kontrolliert wird. Klimaanlage, automatisches Tränkesystem sowie Heufütterung sind feste Bestandteile des perfekten Schaf Transports. Das GPS System überwacht die Temperatur im Transporter sowie die Fahrtdauer.
Bei zu hohen Temperaturen oder zu langen Fahrten, wird nach zwei Mahnungen der Transport abgebrochen. Bevor der Transport auf die Ueberquerung der Ostsee gehen kann, muss eine 24 Std. Pause auf einer speziellen Farm eingelegt werden, die Tiere werden ausgeladen und eingestallt. Dies wird wiederum per GPS System überwacht. Die Tiere sind dank diesem System in bester Gesundheit sowie gut ausgeruht in Rothrist angekommen.
Warum Texel aus England?
Nach dem Betrachten der neuen englischen Texel ist mir auch schon vor dem Import bewusst geworden, dass die Texel, die wir bis heute in der Schweiz haben noch nicht viel mit dem originalen  Texel zu tun haben. Sie haben  uns zwar schon weiter gebracht, doch der reine Texel sieht anders aus.
England, das Mutterland der Schafe, hat es verstanden, Schafe so zu züchten und so weiter zu entwickeln, dass ein Produkt auf den Markt gebracht wird, das der Konsument verlangt, das man exportieren kann und wofür die Züchter bereit sind, gute Preise für beste Qualität  zu bezahlen. Diese Qualität wird wieder durch gutes Geld zurück entschädigt. Das nennt man dem Markt angepasste Zuchtrichtung.
Durch die guten Beziehungen zu englischen Texel Züchtern sowie zum englischen Verband habe ich gelernt was es braucht, dass ein Texel sich auch bei uns so gut entwickeln und anpassen kann. Viele Schweizer haben es noch nicht geschafft, sich an das genügsame Texel anzupassen d.h. die Versorgung, seine Fütterung und Haltung so zu gestalten, dass es dem Tier entspricht.
Egal wie viele Schafe man hat, es muss Spass machen, sonst lässt man es besser sein.
Ich habe wieder Genugtuung und Freude gefunden an meiner Schafhaltung.
Ich bin überzeugt, dass die nächste Lammzeit 2012  sich so entwickeln wird, dass ich 100% englische Nachzucht habe und ein Produkt auf den Markt kommt, wie wir es aus den grossen Schafländern als Lammfleisch importieren. Das heisst, ein Produkt das der Konsument von einem Schafzüchter verlangen darf und kann. Ich freue mich auf die Herausforderung.
Danken möchte ich den englischen Züchtern, dem englischen Verband, dem Transporteur und meiner Uebersetzerin.



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